Bayer kauft Monsanto. Krebs oder Nicht-Krebs? Ein Selbstversorger auf Expansionskurs.

Da hat wohl einer zu viel Geld gehabt und war shoppen.

Für 66 Milliarden und mehr. Die Rede ist vom weltweit tätigen Life-Science-Konzern Bayer. „Ich packe in meine Tasche…“ den umstrittenen Saatgutriesen Monsanto. Nach gut zwei Jahren Kampf hat Bayer es nun endlich geschafft und die Weichen für die Übernahme gestellt. Seit dieser Woche ist Bayer alleiniger Eigentümer von Monsanto. Die US-Kartellbehörden hatten zuvor bereits der feindlichen Übernahme von Monsanto durch Bayer zugestimmt. Für sage und schreibe mehr als 66 Milliarden Dollar. 

Da klingeln einem doch die Ohren. Hatte sich Bayer nicht gerade im vergangenen Jahr für die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung eingesetzt? Und wer war noch gleich der Vertreiber vom glyphosathaltigen Unkrautvernichter Nummer eins „ROUNDUP“? Richtig, Monsanto. Was für eine Überraschung.

Jetzt bekommt Bayer dann auch die Hand auf den beliebten Unkrautvernichter. Beliebt? Würde natürlich niemand zugeben. Steht ja schließlich in Verdacht hochgradig krebserregend zu sein. Auf der einen Seite über vermehrte Krebserkrankungen lästern und auf der anderen Seite schön Glyphosat auf der Terrasse verteilen und, weil man ja gerade dabei ist, auch gleich ums gesamte Grundstück herum. Natürlich in einer Nacht- und Nebelaktion. Am besten vermummt bis zur Unkenntlichkeit, denn auf versiegelten Flächen, wie Pflaster, Auffahrt oder Terrassen sind Pflanzenschutzmittel generell verboten. 

Aber Hauptsache es sieht schön aus. Glyphosat. Roundup. Das Allheilmittel gegen Unkraut. Jetzt nicht mehr von Monsanto, sondern von Bayer. Allheilmittel? Moment mal, dieses andere Allheilmittel, das gegen Wunden, war das nicht auch von Bayer? Na klar, Bepanthen. Und ja, ist es. 

Immer schön grossflächig auf die Wunden schmieren, damit es schnell verheilt. Na hoffentlich wird das Zeug bei der Herstellung nicht mal vertauscht und wir schmieren uns künftig Glyphosat anstatt Dexpanthenol auf die Wunden. In krebserregendem Verdacht stehende Substanz direkt und ohne Umwege ins Blut sozusagen. Na ja, andererseits müssen die 66 Milliarden ja auch irgendwie wieder reinkommen in den Laden, soll ja bestimmt nicht der letzte Shopping-Exkurs von Bayer gewesen sein. Das Gegenmittel gäbe es dann nämlich gleich bei der Onkologie um die Ecke. Auch von Bayer versteht sich. 

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